Azubis erkunden die Welt – Vereinigte Arabische Emirate

Das eigentliche Abenteuer begann im Grunde genommen am 1.September mit dem Beginn der Ausbildung, und damit auch dem Start in meiner Stammabteilung.

Ihr könnt euch sicherlich denken, wo dies hinaus läuft – das Produkt Orient, mit den Vereinigten Emiraten und dem Oman.


So begann mein kulinarisches Abenteuer bereits während der Arbeit, wo ich die
Highlights dieses Landes und dessen Faszination tagtäglich ein wenig kennenlernen konnte.

Für mich war es ein enormes Bedürfnis, mein bislang Gelerntes endlich selbst auch erleben zu können. Es freute mich enorm, dass ich die Möglichkeit erlangen konnte, gemeinsam mit meinem Bruder Sascha auf diese Reise zu gehen, welche wir Anfang Juni für eine Woche erlebt hatten.

Der Flug war mühselig lang, denn dauert er ganze 6 Stunden, in denen wir es kaum noch erwarten konnten, die Wüstenhitze auf unserer Haut spüren zu können. Doch als wir das schön klimatisierte Flugzeug verlassen hatten, liefen wir förmlich gegen eine Wand. Natürlich war uns bewusst gewesen, dass die Temperaturen in den VAE gänzlich unvergleichbar sein würden als in Deutschland, dennoch war es eine enorme Umstellung unter der brütenden Hitze zu wandeln.

Von Dubai ging es weiter in unser Hotel nach Ras al Khaimah, wo der leicht orangene Wüstensand eine wunderschöne Landschaft um die Orientalische Stadt bildete. Zum Glück hatten wir uns für ein Stadthotel entscheiden, so waren wir direkt im Geschehen, sobald wir die Türschwelle überschritten hatten. Allerdings befanden wir uns dann auch in einer Zone, wo es sich an diverse Regeln zu halten galt – es war schließlich Ramadan. Die arabische Fastenzeit galt auch an diversen Stellen für uns. So war es uns nicht gestattet in der Öffentlichkeit zu trinken, zu essen und zu meines Bruders Leidwesen auch nicht zu rauchen. Es gestaltete sich als schwierig unter der überraschend schwülen Wüstenhitze nicht zu trinken, doch zum Glück war es so oder so oftmals unerträglich sich zu lange draußen aufzuhalten.

 

Erst als es gegen 19 Uhr dunkel wurde, gestattete man das Fastenbrechen und uns in immer noch 35°C Außentemperatur zu trinken. Zu dieser Zeit dann erwachte die Stadt zum Leben. Der Verkehr wurde mehr, alle Einheimischen kamen auf die Straßen zum Shoppen, Essen und auch arbeiten. Ein wahrlich angenehmer Anblick, auch wenn uns die Hitze trotz allem noch zu schaffen gemacht hat.

 


Innerhalb unserer Reise haben wir uns natürlich auch auf Ausflüge gewagt, welche
uns das Leben und die Kultur des Landes näher gebracht haben. Dubai selbst zum Beispiel erkundeten wir im Rahmen einer Stadtrundfahrt. Unser erstes Ziel: Burj Al Arab, der Turm der Araber. Wie ein Segel thront das beeindruckende Gebäude aus dem Wasser und ergab sich für uns als ein schönes Fotomotiv. Auch das Atlantis the Palm stand auf unserer To-See-Liste und war schon seit Jahren eines meiner absoluten Traumziele. Wir waren begeistert von der Größe des Hotels, während mein Bruder sich nicht satt sehen konnte an dem üppigen Buffet, welches uns im Restaurant Kaleidoskope geboten wurde.

Die Lost Chambers, welche die versunkene Stadt Atlantis noch ein wenig näher bringen soll, ließ uns mit Staunen durch seine Gänge wandern. Ich muss zugeben, solch ein großes Aquarium habe ich zu dieser Zeit noch nicht gesehen und es juckte mich in den Fingern, meine Taucherausrüstung zu schnappen und in das Wasser zu hüpfen, um dem Taucher dort drin Gesellschaft zu leisten, der in mühsamer Arbeit die Scheiben für die Gäste putzte. Doch da wusste ich noch nicht, dass wir ein noch größeres Aquarium sehen würden.

In der Dubai Mall, der größten Shopping Mall der Welt, befindet sich auch das größte Aquarium der Welt. Wir wurden fast erschlagen von der Wasserwand, welche uns unweit des Einganges erwartete. Es folgte eine kleine Shoppingtour durch die gefühlten Millionen Geschäfte, welche uns mit ihrem vielfältigen Angebot lockten.

Noch am selben Tag bestiegen wir durch die schnellsten Aufzüge, das höchste Gebäude der Welt. Das Burj Khalifa. Der wahnsinnige Ausblick ließ uns den Atem anhalten. Von dort sahen wir dem Sonnenuntergang entgegen, ehe es uns zurück auf schwindelfreiere Ebenen zog, wo wir ein beeindruckendes Wasserspiel, die Dubai Fountains beobachten konnten. Während wir uns auf dem Weg zur Dubai Marina machten, wurde das Burj Khalifa in hunderte Lichter getaucht und verzauberten uns, bis wir mit einer traditionellen Douk über den Dubai Creek, dem Kanal welcher durch die Stadt führte fuhren.

Die Stadt der Superlative ließ wirklich nichts außen vor,
doch nachdem wir uns lange in der arabischen Zivilisation
befunden haben, zog es uns am Ende dann doch
einmal in die einsame Wüste. Mit unseren Geländewägen ging es rasant über die Dünen, wo uns der Schrei gerne einmal im Hals stecken blieb da man fürchtete, gleich einfach herunter zu purzeln. Mit dem gesamten Auto. Doch unser Fahrer beherrschte sein Handwerk und wir kamen kurz vor Sonnenuntergang an einem traditionell aufgebauten Camp an. Dort gab es für uns die Möglichkeit, mit einem Quatt den Adrenalinpegel doch noch zu steigern, oder mehr oder minder entspannt mit einem Kamel über die Dünen zu reiten. Ich entschied mich für das letztere, während mein Bruder natürlich das erste vorzog. So verging der Tag und wir sahen uns an, wie die Sonne hinter dem Meer aus Sand verschwand, bevor wir uns bei farbenfrohen Shows den Bauch vollschlagen konnten.

Nach all diesen aufregenden Tagen gönnten wir uns dann doch noch ein wenig Ruhe und entspannten den letzten Tag noch am Strand, wo uns dann doch noch in den Sinn kam, mit einem Schirm in die Luft gezogen zu werden und uns Ras Al Khaimah noch von oben anzusehen. Ich empfehle Parasailing wirklich weiter!

Der gesamte Urlaub war für uns beide ein einziges Erlebnis und ich freue mich ungemein, nun mit einem ganz anderen Auge auf meine Stammabteilung und die Arbeit blicken zu können. Es war interessant, mit unseren Gästen persönlich sprechen zu können und, ohne dass diese von meiner Ausbildung wussten, ihr Lob anhören zu können.

Ich kann nur mit wärmstem Herzen empfehlen euch dieses Land nicht entgehen zu lassen und euch selbst einmal auf den Pfad der Orientalischen Superlative zu begeben, oder durch die Hitze der einsamen Wüste zu schlendern.

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