Berlin „Insider-Wissen“

Berlin – Abseits der Touristenpfade
Obwohl ich in München geboren und aufgewachsen bin, habe ich
mich im Laufe der Jahre ziemlich in Berlin verliebt. Die Stadt bietet wirklich alles, was das Herz begehrt – sie ist kulturell, kulinarisch, unterhaltsam und unglaublich weltoffen. Jeder kennt Sehenswürdigkeiten wie z. B. das Brandenburger Tor, Checkpoint Charlie oder den Reichstag. Jetzt soll es aber mal um das Berlin abseits der Touristenpfade gehen. Dafür habe ich einige Freunde aus Berlin gefragt. Hier meine Zusammenfassung:


1.Flohmarkt und Karaoke im Mauerpark

Nicht mehr wirklich ein Geheimtipp, aber auf jeden Fall einen Besuch wert. Im Mauerpark ist einer der beliebtesten Flohmärkte Berlins, der jeden Sonntag dort entlang läuft, wo früher einmal die Berliner Mauer stand. Neben verschiedenen, leckeren Imbissständen und einem Biergarten, kannst du nach Retro-Marken, Klamotten und anderen Kleinkram stöbern. Die Hauptattraktion des Parks ist allerdings das Bearpit Karaoke am Sonntagnachmittag, das zwischen 14 und 15 Uhr beginnt. Hunderte Menschen versammeln sich, um die Vorstellung von einer erstaunlich großen Anzahl Personen anzuschauen, die freiwillig vor einer Menschenmasse singen wollen. Langweilig wird hier bestimmt niemandem.

2. Holzmarkt 25

Lust auf Hippie Vibes am Spree-Ufer? Dann ab zum Holzmarkt. In Friedrichshain direkt neben dem bekannten Club „Kater Blau“ befindet sich der perfekte Ort, um einfach mal die Seele baumeln zu lassen. Der Markt besteht aus ein paar Geschäften, Bars und Clubs. Man kann aber auch abends einfach ganz gemütlich auf eine der vielen Bänke am Ufer setzen und bei Lagerfeuer den Sonnenuntergang anschauen. Man muss dort auch nicht gezwungenermaßen was kaufen (wobei die Burger echt mega lecker sind), sondern kann einfach nur die angenehme Atmosphäre mit sympathischen Menschen genießen.

3. Tempelhofer Feld

Der ehemalige Flughafen Tempelhof ist heute ein Freizeit- und Erholungspark und liegt mitten in der Stadt. Der Park bietet jede Menge Platz für Erholung und zahlreiche Aktivitäten, wie Fußball, Minigolf, Badminton, Radfahren und Skaten. Es gibt auch ausgewiesene Bereiche, in denen man grillen darf. An windigen Tagen eignet sich das Tempelhofer Feld sehr gut um Drachen steigen zu lassen und auch mitgebrachte Hunde können hier nach Herzenslust toben. Es gibt sogar einen Urban-Gardening-Bereich, in dem Anwohner und andere Interessierte auf selbst gezimmerten Hochbeeten Salat, Möhren oder Tomaten züchten. Die drei Eingänge (Columbiadamm, Tempelhofer Damm und Oderstraße) sind von Sonnaufgang bis Sonnenuntergang geöffnet.

4. Teufelsberg

Der Teufelsberg ist eine verfallene US-amerikanische Abhörstation auf Berlins zweithöchstem Berg. Natürlich hat man von der Dachterrasse auch einen super Ausblick über die Stadt und den angrenzenden Grunewald. Man kann dort stundenlang über das Gelände und durch die alten Gemäuer laufen und dabei viele tolle Kunstwerke entdecken. Außerdem ist es nur ein Katzensprung bis zum beliebten Wannsee, in dem man sich dann anschließend erfrischen kann. Falls du auf „abandoned places“ stehst, schau unbedingt auch mal in dem geschlossenen Freizeitpark Spreepark vorbei. An beiden Orten kann ziemlich coole Fotos machen und eine ganz andere, verlassene Seite von Berlin kennenlernen.

5. RAW-Gelände

Einer der Hotspots für alle Freigeister und Nachtschwärmer ist das 8.800 m2 große alte RAW-Gelände (RAW = Reichsbahnausbesserungswerk). Hier findest du zahlreiche interkulturelle Projekte, Ausstellungen, Märkte, Bars und Clubs. Wenn du Lust auf Sport hast, steht dir eine Indoor-Skatehalle, ein Hallenbad und eine Kletterhalle zur Verfügung. Wenn du Lust auf Konzerte hast, wirst du hier auch fündig. Wie man sehen kann, die Auswahl ist riesig und es ist sicher für jeden etwas dabei. Auch optisch ist es einen Besuch wert, da an den Wänden überall Graffitis zu sehen sind.

6. Thai Park
Als kleinen Zusatztipp hier noch eine Empfehlung: Ich liebe ja asiatisches Essen. Daher habe ich meinen Berlin-Urlaub immer irgendwie so gelegt, dass ich sonntags auf jeden Fall noch Zeit habe, um einen Sprung im Preussenpark vorbeizuschauen. Im Prinzip ist es ein normaler Stadtpark in Wilmersdorf. Sonntags aber wird der Ort zu einem asiatischen Street-Food-Gelände. Überall sitzen Asiaten und bereiten ihr Essen zu, welches du dann für unschlagbare Preise kaufen und dir den Bauch damit vollschlagen kannst. Für mich ein klares Muss bei jeder Berlin-Reise.

 

Natürlich gibt es noch unzählige weitere tolle Dinge, die man in und um Berlin machen kann. Ich freue mich jedes Mal wieder darauf, neue Plätze zu entdecken und kann es kaum erwarten, bald wieder in der wunderbaren Hauptstadt zu sein.

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