Berufsschule Teil 3 – Deutsch!

Grammatik, Gedichtinterpretationen, Erörterungen, Faust, Goethe und Schiller….das sind nur einige der Sachen, die wohl jedem in der Schulzeit im Fach Deutsch begegnet sind. Von unseren Azubis erfahrt ihr, was euch bei den einzelnen Ausbildungsrichtungen in der Berufsschule im Fach Deutsch erwartet!


Julia (Tourismuskauffrau)
:

Auch in der Berufsschule darf Deutsch natürlich nicht fehlen – wenn auch ganz anders als gewohnt. Statt Grammatik und Homo Faber beschäftigen wir uns mit der Katalogsprache, Geschäftsbriefen und Bewerbungen – passend zur Ausbildung!

Adrian (Bürokaufmann):

Geprägt von abwechslungsreichen Diskussionen war der Deutschunterricht schon immer, dies hat sich auch in der Berufsschule nicht verändert.

Allerdings liegt der Fokus nun auf Alltagssituationen aus dem Büroleben.

Hauptsächlich sind damit gewisse Botschaften und deren Bedeutung gemeint, also z.B. Ich-/Du-Botschaften, Konfliktgespräche und das 4-Ohren-Modell. Gewisse Regeln im Umgang mit Kollegen und Vorgesetzten zu beachten und versuchen zu beherzigen, können die Zeit am Arbeitsplatz erheblich angenehmer machen.

Außerdem bekommt man gezeigt, welche formalen und inhaltlichen Forderungen an das Berichtsheft geknüpft sind, die Unterschiede beim Führen des Protokolls, wie man richtig argumentiert und seinen gegenüber den Wind aus den Segeln nimmt ohne dabei verletzend oder ausfallend zu werden.

Dabei werden Themen wie Grammatik, Zeichensetzung und Rechtschreibung natürlich nicht vernachlässigt.

Es bleibt sogar Zeit sich mit Themen zu beschäftigen, die eigentlich nichts mit dem klassischen Deutschunterricht an sich zu tun haben, z.B. die Känguru-Chroniken um das kreative Schreiben zu üben, politisches Kabarett für die Allgemeinbildung und eine Filmanalyse durchzuführen.

Jessy (Mediengestalterin):

In den Abiturzeiten war der Deutschunterricht trockener als ein Mund voller Zimt. Ja das mit dem Zimt macht man nur einmal, genauso wie eine 8-seitige Charakterisierung über irgendeine ausgedachte Person zu schreiben. Einmal und dann nie wieder im Leben, weil es einem persönlich nun mal nicht viel gibt.

Inwiefern jedoch Werbung einen Menschen manipulieren kann, welche Tricks angewendet werden um die Leute zum Kaufen des beworbenen Produktes zu bringen, oder wie man mit den richtigen psychologischen Methoden so argumentieren kann, dass man den Gegner regelrecht mundtot schlägt, das gibt einem schon sehr viel mehr. Die Berufsschule hat mir eine neue, interessantere Seite des Deutschunterrichtes gezeigt, eine bei der man manchmal sogar noch in den Pausen darüber diskutiert. Bei der man Verwendung im Alltag findet. Das war mir neu.

Dieser Beitrag wurde unter Lernen & Arbeiten abgelegt und mit , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.