01.
December
2017
Azubis erkunden die Welt – Heute: Budapest – Die Perle der Donau

Um ehrlich zu sein stand Budapest nie wirklich auf meiner Bucket List, aber nach meinem 3-tägigen Aufenthalt in der 2-Millionen-Stadt kann ich diese wunderschöne und zurecht genannte „Perle der Donau“ wärmstens empfehlen.
 

Wo soll man also anfangen? Vielleicht erstmal mit ein paar Facts:

  • Circa 6 Stunden Zugfahrt trennen München und Budapest
  • Budapest besteht aus Buda und Pest, die Stadtteile werden von der Donau getrennt
  • Budapest wird korrekt „Budapescht“ ausgesprochen
  • Budapest ist eine sehr moderne und saubere Stadt mit kulturellem Hintergrund
  • Achtung – die Währung ist nicht der Euro, sondern Forint (1 Forint = 0,00320873305 Euro)
  • Ich würde die Stadt als sehr sicher bezeichnen und habe mich kein einziges Mal unwohl gefühlt

Nun zum City Guide.....

Sehenswürdigkeiten, die man unbedingt gesehen haben sollte:

Fischerbastei und Burgpalast
Den wohl schönsten Blick über Pest kriegt man vom Burgpalast aus. Du kannst entweder mit der Seilbahn oder zu Fuß den Burgberg hoch. Oben angekommen, weiß man nicht wohin zuerst. Die Architektur ist herausragend und die Geschichte zu den verschiedenen Gebäuden finde ich auch sehr interessant. Man kann alles super zu Fuß erkunden, wird die ganze Zeit mit tollen Ausblicken über die Stadt belohnt und lernt viel über Budapest. Als zusätzliches Schmankerl gibt’s das alles noch for free.

Heldenplatz
Um ehrlich zu sein war ich gar nicht am Heldenplatz. Shame on me, denn der Platz gehört sicherlich zu den schönsten Wahrzeichen von Budapest. Hier findet man überall Skulpturen  von Helden der ungarischen Geschichte. Links und rechts befinden sich die Kunsthalle und das Museum der Bildenden Künste.

Margareteninsel
Die Margareteninsel ist eine kleine Insel mitten in der Donau, die man bequem mit dem Bus oder zu Fuß über die Brücke erreichen kann. Auf der Insel gibt es sämtliche Sportangebote wie Tennisplätze, Schwimmhallen und Fußballplätze. Zum Joggen eignet sich die Insel perfekt und man trifft auf viele Einheimische. Sogar über einen kleinen Zoo verfügt die Insel. Es fühlt sich also an wie Urlaub vom Urlaub und ist auf jeden Fall einen Sparziergang wert

Váci utca
Ich würde die Váci utca als Zentrum bezeichnen, das aus einer zentralen Shoppingstraße mit vielen alten Gebäuden direkt neben der Donau besteht. Dort gibt es auch viele leckere Restaurants und Cafés und es ist ein toller Ausgangspunkt für viele Ausflüge. Übrigens war in der Straße auch ein Airbnb, natürlich auch wieder unschlagbar günstig – wer hätte es gedacht?

Donau-Promenade
Tagsüber ist die Donau-Promenade schon wirklich sehenswert. Man kommt unter anderem auch bei dem Holocaust-Denkmal vorbei, das aus 60 Paar Metall-Schuhen besteht . Aber nachts kam ich aus dem Staunen nicht mehr heraus. Das Parlament, der Burgpalast, die Brücken und Schiffe – alles ist beleuchtet und gibt der Stadt einen wunderschönen und „kuscheligen“ Touch. Man kann dort ewig verweilen und das Treiben beobachten.

Heilbäder
Die Auswahl ist riesig – das bekannteste von allen ist wohl das Széchenyi Heilbad, in das ich allerdings nicht gegangen bin (dort sind dementsprechend viele Menschen und ich wollte eher etwas ruhigeres). Ich war also am letzten Tag im Rudas-Bad und das war nach dem ganzen Laufen natürlich eine Wohltat auf höchstem Niveau. Auf dem Dach gibt es einen Panorama-Whirlpool mit Blick auf die Donau und auf Pest.

Zentrale Markthalle
Ziemlich am Ende der Váci utca findet man ein großes, museumartiges Gebäude, in dem sich die zentrale Markthalle befindet. Dort gibt es wirklich alles, was das Herz begehrt zu einem unschlagbaren Preis. Der perfekte Ort um Souvenirs und z. B. Gewürze zu kaufen.

Parlamentsgebäude
Jeder kommt früher oder später mal am Parlamentsgebäude vorbei (man kann es ja auch kaum übersehen). Es ist ein riesengroßes, um genau zu sein 268 Meter langes, beeindruckendes Gebäude direkt an der Donau mit außergewöhnlicher Architektur. Der Regierungssitz ist ein Wahrzeichen von Budapest und es werden unter anderem auch Führungen in verschiedenen Sprachen angeboten.

Szimpla Kert
Hier noch eine kleine Empfehlung von mir. Wenn ihr auf der Suche nach einem Ruin-Pub seid, dann geht auf jeden Fall ins Szimpla Kert. Der Pub ist im alten Judenviertel und bietet nicht nur Speisen und Trank an, sondern auch Führungen durch die Räumlichkeiten, es treten Musiker auf und Filme werden gezeigt. Es gibt viele verschiedene Bereiche und Musikrichtungen. Nebenan gibt es einen fantastischen Food Court, auf dem man sich die Wampe richtig vollhauen kann!

Brücken (everywhere)
Zu guter Letzt wollte ich nochmal auf die Brücken zu sprechen kommen. Die Kettenbrücke ist die erste und älteste Brücke, die Buda und Pest miteinander verbindet. Aber das heißt nicht, dass die zahlreichen anderen Brücken keinen Besuch wert sind. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich finde Brücken immer total faszinierend. Die Bauweise, wie viel Gewicht sie aushalten usw. Brücken- und Architektur-Nerds wie ich kommen hier voll auf ihre Kosten.

Essen
Wer mich kennt weiß, dass Essen eine sehr zentrale und elementar wichtige Rolle in meinem Leben spielt, deswegen konnte ich mir natürlich die ganzen Leckereien nicht entgehen lassen. Hier meine Top 5 an Dingen, die du in Budapest unbedingt mal gegessen haben solltest:

Gulasch
Zu Gulasch muss ich wohl nicht mehr viel sagen, oder? Jeder kennt die leckere Speise aus Ungarn und dort schmeckt sie garantiert noch besser als Zuhause.

Alles was mit Paprika zu tun hat
Ungarn – das Land der Paprika. Der besten Paprika. Ich weiß nicht, was die Ungaren unter dieses Gemüse mischen, aber es schmeckt einfach so viel besser als in Deutschland. Und natürlich wird es auch wieder in ganz vielen Variationen angeboten. Töltött paprika főtt burgonyávalgefüllte Paprika mit Kartoffeln war wohl mein Lieblingsessen die Zeit über.

9BAR
Wenn ihr einen netten Ort zum Frühstücken sucht mit tollen (auch veganen) Angeboten und einer riesigen Auswahl an Getränken, dann seid ihr hier richtig. Ich habe dort wohl den besten Matcha-Latte überhaupt getrunken. (Aber Achtung, teilweise sehr voll da es auf tripadvisor ziemlich gehyped wird).

Lángos
Ich liebe Lángos. Ich könnte mich praktisch nur davon ernähren. Lángos ist eine Art Brotfladen und ist das perfekte Essen für zwischendurch. Standardgemäß mit Sauerrahm, Knoblauch und Käse, aber es gibt 1000 verschiedene Varianten (und total billig, circa 1 €).

Kürtőskalács (Baumstriezel)
Das unaussprechbare Wort ist ein aus Hefeteig über offener Feuerstelle gebackener Kuchen. Ziemlich schwer zu beschreiben, aber unfassbar lecker und an jeder Ecke für schlappe 2 € zu kaufen!

Funk (nicht ungarisch, aber – holy – schaut euch das Foto an!)
Nach dem ganzen Laufen muss man sich natürlich auch mal was gönnen. Viel mehr brauch ich dazu wohl nicht zu sagen, das Bild sagt schon alles.

 

Mein Fazit zu Budapest ist also sehr positiv. Die Stadt ist super facettenreich, hat eine tolle Infrastruktur, beeindruckende Architektur und leckeres Essen. Dazu kommen unschlagbare Preise, die man sonst kaum noch in Europa findet, schon gar nicht in Hauptstädten. Meine Empfehlung: Setzt euch Budapest schleunigst auf die Bucket List und schaut für ein verlängertes Wochenende in dieser wunderschönen Stadt vorbei – es lohnt sich!

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