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28.
August
2017
Azubis erkunden die Welt – Heute: Jeany im romantischen Venezien

Venedig – die geheimnisvolle Stadt auf dem Wasser, die uns mit ihren verträumten Gassen, hunderten Kanälen und 398 Brücken zu verzaubern weiß. Neben traumhaften Kulissen und geschichtsträchtigen Bauwerken hat Venetien aber noch viel mehr zu bieten! Kommt mit an die Riviera del Brenta, wo einst venezianischer Adel seine Sommer verbrachte.
 

Mit dem PKW von München nach Venetien

Da Venedig nur 545 Kilometer von München gen Süden liegt, kann die Anfahrt mit dem eigenen PKW sehr

praktisch sein. So ist man selbstbestimmt und flexibler bei der Planung. 3 Länder und viele schöne Städte. Innsbruck in Österreich, Bozen in Südtirol und Verona in Italien. Eine Route entlang Serpentinen, Bilderbuch Bergkulissen, zahlreichen Seen und wunderschönen Landschaften.

Nur mit so vielen Autofahrern haben wir mal wieder nicht gerechnet. Unsere Reisezeit hat sich zwar dummerweise verdoppelt aber es hat sich gelohnt. Über die verstopfte Autobahn zu umfahren haben wir größten Teils die Landstraßen genommen die uns teils durch süße kleine Dörfer geführt hat. Kleiner Tipp: Wenn ihr auf dem Hinweg vor der Gabelung Brenner – Verona steht, nehmt Verona ;-)

Dolo am Brenta-Kanal

Unser Ziel: die Villa Gasparini unweit von dem verträumten Dolo. Die Riviera del Brenta ist das Ufergebiet des Brenta-Kanals, der zwischen Padua und Venedig in das Adriatische Meer mündet. Besonders zwischen Stra und Fusina lassen sich auch heute noch zahlreiche alte Villen und Landhäuser bewundern. Viele davon sind sogar noch bewohnt.

Durch einen heftigen Sturm 2015 wurden viele Gebäude leider stark zerstört. Darunter auch unsere Villa, die heute aufwendig renoviert wieder in neuem Glanz erstrahlt. Wenn ihr mich fragt, gerade der Anblick der Ruinen in der Abendsonne macht eine besonders magische Stimmung aus, die in mir eine wage Vorstellung weckt, wie das alles hier vor Jahrhunderten ausgesehen haben muss und ich male mir Geschichten aus. Eine Radtour entlang des Brenta-Kanals ist in jedem Fall empfehlenswert. Auf Entdeckungstour vorbei an gelb leuchtenden Sonnenblumenfeldern und grünen Alleen. Der Vergangenheit auf der Spur.

Venedig

Nach nur 25 Kilometern erreichen wir Venedig. Die Stadt auf dem Wasser. Mit der Gondel durch die Kanäle schippern, das war schon lange mein Traum. Aber mal im Ernst, 80 Euro pro Person für eine – wie lange – Fahrt? Ein teurer Spaß den sich leider nicht jeder leisten kann. Dann lieber für 7,50 € pro Fahrt mit den größeren Booten fahren, lohnt sich! Wer lieber zu Fuß geht, kein Problem immer der Nase lang, alles ist fußläufig erreichbar und man kann die Stadt auf eigene Faust entdecken und kennen lernen.

Wenn ihr bereits morgens in der Stadt unterwegs seid, könnt ihr auf der bekannten Rialtobrücke ein Selfie ohne tausende Touristen machen :). Wir haben sogar tagsüber einen verstecken Steg direkt am Kanal entdeckt, an dem wir ungestört Picknicken konnten. Wenn ihr allerdings nicht in Venedig selber wohnt ist es wohlmöglich besser vor Anbruch der Dunkelheit den Heimweg anzutreten, denn die vielen kleinen Gassen können zum Labyrinth werden und immer den Leuten hinterher funktioniert dann nicht mehr.

Venedig ist die Hauptstadt der Region Venetien im Nordosten Italiens. Die Lagune von Venedig zählt 118 Inseln. Bis ins 16. Jahrhundert war sie eine der größten Handelsstädte, über die der Handel zwischen Westeuropa und dem östlichen Mittelmeer abgewickelt wurde. Besonders der Adel profitierte vom Handel mit Luxuswaren, Gewürzen, Salz und Weizen. Seit 1987 stehen Venedig und seine Lagune zum UNESCO Weltkulturerbe.
 

„Must-sees“ in Venedig:

Lagune von Venedig: Ein durch Landzungen und Inseln weitgehend abgetrenntes Haff im Norden der Adria. Sie entstand um 4000 v. Chr. durch Ablagerungen der Brenta. In ihr liegt die Stadt Venedig die auf Millionen von Holzpfählen errichtet wurde, die man in den Untergrund rammte. Diese dienten aber nur als unterste Stütze und Grundlage für Betonschichten. Der stetige Anstieg des Wasserspiegels macht die meisten Gebäude im untersten Geschoss mittlerweile unbewohnbar.

Markusplatz mit Markusdom: Der wichtigste und bekannteste Platz in Venedig und einziger der Bezeichnung Piazza trägt. Berühmt auch durch die Besiedlung tausende von Tauben die gerne für Erinnerungsfotos posieren ;-)

Markusturm: Der mit 98,6 Metern das höchste Gebäude Venedigs, welches bereits von weitem gut zu erkennen ist. Ursprünglich diente seine Turmspitze Schiffskapitänen in seiner Funktion als Leuchtturm.

Rialtobrücke: Eines der wohl bekanntesten Bauwerke der Stadt. Sie führt über den  Canal Grande, hat eine Länge von 48 Metern und eine Breite von 22 Metern. Sie verbindet die Stadtteile San Marco mit San Polo, welches vor einigen Jahrhunderten der wichtigste Handelsplatz der Stadt war. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts war die Brücke die einzige die über den Canal Grande führte. Inzwischen sind 3 weitere dazu gekommen.

Canal Grande: Knapp 4 Kilometer lange zwischen 30 und 70 Meter breite und bis zu 5 Meter tiefe Hauptwasserstraße in der Lagunenstadt.

Dogenpalast: Seit dem 9. Jahrhundert Sitz des Dogen und der Regierungs- und Justizorgane der Republik Venedig.

Santa Maria della Salute: Barocke Kirche an der Einfahrt zum Canal Grande. Sie ist eine von Zwei Votivkirchen in Venedig, die zum damaligen Zeitalter aus Anlass einer Pestepidemie in der Stadt erbaut wurden.

Lido di Venezia: Mittlerer, Venedig vorgelagerter, Teil einer Nehrung, der die Lagune von der offenen Adria trennt. Wird auch als Einfahrt für Kreuzfahrtschiffe in die Bucht vor San Marco genutzt.

Inseltour Murano, Burano & Torcello: Ein wirklich schöner Ausflug ist die ca. 4-stündige Bootstour zu diesen drei vorgelagerten Inseln und kostet nur 20€ pro Person.

Murano: Inselgruppe nordöstlich der Altstadt in der Lagune von Venedig. Sie ist bekannt für ihre Glaskunst, lebt aber auch vom Tourismus. Hier haben wir eine Glasmanufaktur besucht und konnten einem Glasbläser live bei der Entstehung echtem Murano-Glas zusehen.

Burano: Alte Fischerinsel und eine der größeren und der am dichtesten besiedelten   Inseln der Lagune. Eigentlich handelt es sich hier mehr um eine Gruppe von vier eng beisammen liegenden und durch acht Brücken verbundenen Inseln als einer einzigen. Burano ist bekannt für ihre vielen bunten zuckersüßen Häuser. Auch der Schiefe Turm Campanille von San Martino ist bereits von weitem zu sehen und hat mit Sicherheit einen weiteren Neigungswinkel als der schiefe Turm von Pisa!

Torcello: Nördlichste und grünste der 3 Inseln. Bekannt und sehenswert ist die Teufelsbrücke „Ponte del Diavolo“, eine von nur zwei Brücken ohne Geländer. Sie wurden sehr flach gebaut um sie auch für Pferde und Karren begeh- und befahrbar zu machen.

 

Merke: Wer noch nie in Venedig gewesen ist sollte die Stadt unbedingt als nächstes Reiseziel auf seiner Liste stehen haben denn man spekuliert, dass die Stadt in der Zukunft so wie wir sie kennen nicht mehr existieren wird. Ob Mumpitz oder nicht – Venedig und die Region Venetien sind wunderschön und Wert mit strahlenden Augen erkundet zu werden :)

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