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15.
January
2015
Azubis erkunden die Welt – Heute: Rothenburg o.d.T.

Es muss ja nicht immer fern der Heimat sein. Manchmal findet man die schönsten Orte auch ganz nah vor der eigenen Haustür. Rothenburg ob der Tauber befindet sich ca. 2,5 bis 3 Stunden von München entfernt im schönen Mittelfranken und ist mindestens einen Wochenendausflug wert.    Egal ob mit Partner, alleine, mit Freunden, Kollegen oder der Familie – jeder kommt auf seine Kosten.

Anreise
Entweder man fährt mit dem eigenen Auto mal eben schnell die A8 und A7 entlang Richtung Würzburg oder man setzt sich entspannt in den Zug und lässt sich innerhalb von ca. 3 Stunden gemütlich nach Rothenburg kutschieren.

Sehenswertes
Die Altstadt selbst bietet schon viel Schönes für die Augen. Die bunten Fachwerkhäuser und die lange Burgmauer um die Stadt herum, katapultieren in eine Zeit ohne Hektik und Großstadtsmog zurück. Rothenburg lädt zum verweilen, bestaunen und genießen ein. Und wem das zu langweilig ist, kommt mit den zahlreichen Sehenswürdigkeiten und der kulinarischen und kulturellen Vielfalt garantiert auf seine Kosten.

Mittelalterliches Kriminalmuseum: Das Geschichtswissen mal ein bisschen auffrischen? Naja, wieso denn nicht? , dachte ich mir. Neben Reliquien und geschichtlichen Daten findet man hier aber tatsächlich allerhand interessantes Wissen über den damaligen Handel und das Handwerk, den Hexenglauben und einige fiese Foltermethoden, die ja nun Gott-sei-Dank abgeschafft wurden. Der Alltag der mittelalterlichen Knaben und Mägde wird hier durchaus ansprechend dargestellt und macht nicht den Eindruck längst schon durchgekaute Geschichte zu sein.

Deutsches Weihnachtsmuseum – „Käthe Wohlfahrt“: „Herzlich Willkommen bei Käthe Wohlfahrt – hier ist das ganze Jahr über Weihnachten.“ Tatsächlich… Egal ob im tiefsten Winter oder im Hochsommer – hier gibt es vom größten Kitsch bis zur traditionellen Weihnachtsdeko anno Achtzehnhundertirgendwann alles zu sehen und auch zu kaufen. Da hängen Sushi, Schnitzelteller mit Pommes, Currywurst und Basketball neben dem altbekannten Nussknacker am Christbaum und bringen selbst den größten Weihnachtsmuffel zum Schmunzeln.

Rathausturm: Für ein Paar Euro den größten Turm der Stadt erklimmen – das kann man in Rothenburg auch. Und sich außerdem nach getaner Bezwingung den tollen Blick über das Taubertal gönnen. Von der 52 Meter hohen Aussichtsplattform kann man auch trotz Wind und Regen den triumphalen Aufstieg genießen.

Rockcafe: Ja, auch in einer mittelalterlichen Stadt muss auch mal die Sau rausgelassen werden Das kann man abends im Rockcafe machen und sich ein Bierchen zwischen alten Rockern und jugendlichen Eingeborenen schmecken lassen. Allein schon wegen der Ironie einen Besuch wert.

Kulinarisches
Wer in mittelalterlichem Flair beste Küche genießen möchte, dem ist die Trinkstube zur Höll wärmstens zu empfehlen. Vor allem Weißweinfreunde werden sich über die umfangreiche Weinkarte mit besten fränkischen Weinsorten und die gute Beratung freuen. Die Speisen sind gut bürgerlich und ihre Qualität wirklich herausragend. Für alle Süßspeisenfreunde gibt es an jeder Straßenecke „Schneeballen“- ein herausgebratenes Gebäck mit verschiedenen Füllungen und Ummantelungen. Ein absolutes Muss zum Frühstück oder Nachmittagskaffee.

Mein Tipp: Sich morgens einen Schneeballen mit Kaffee gönnen, den Tag über die Stadt auf sich wirken lassen und die Freundlichkeit der Franken spüren, im Hochsommer Weihnachtliches bewundern, abends in der Gaststube schlemmen und im Rockcafe den Abend ausklingen lassen. Für Pärchen und Weihnachtsmuffel: Zur Weihnachtszeit ist Rothenburg herrlich romantisch und nimmt einen mit dem „Christkindlesmarkt“ tatsächlich mit in die „stade Zeit“.

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