03.
December
2018
Berufsschulinfos Büromanagement

Auf unserem Blog haben wir schon berichtet, was die einzelnen Ausbildungsberufe in der
Berufsschule in Fächern wie Deutsch, Sozialkunde und Englisch erwartet. Doch welche
Fächer kommen noch auf Kaufleute für Büromanagement zu?

Der Unterricht unterteilt sich in 13 Lernfelder. So kommt es häufig vor, dass man ein
Thema in mehreren Fächern behandelt – je nachdem, welche Kompetenz gerade
vermittelt werden soll.

Folgende 13 Lernfelder (LF) werden in den 2-3 Jahren Ausbildung behandelt:
LF 1: Die eigene Rolle im Betrieb mitgestalten und den Betrieb präsentieren
LF 2: Büroprozesse gestalten und Arbeitsvorgänge organisieren
LF 3: Aufträge bearbeiten
LF 4: Sachgüter und Dienstleistungen beschaffen und Verträge abschließen
LF 5: Kunden akquirieren und binden
LF 6: Wertströme erfassen und beurteilen
LF 7: Gesprächssituationen gestalten
LF 8: Personalwirtschaftliche Aufgaben wahrnehmen
LF 9: Liquidität sichern und Finanzierungen vorbereiten
LF 10: Wertschöpfungsprozesse erfolgsorientiert steuern
LF 11: Geschäftsprozesse darstellen und optimieren
LF 12: Veranstaltungen und Geschäftsreisen organisieren
LF 13: Ein Projekt planen und durchführen

Kaufleute für Büromanagement haben in der Berufsschule neben den allgemeinbildenden
Fächern Deutsch, Englisch, Sozialkunde und Religion noch folgende vier bürospezifische
Fächer:

BMP (Büromanagement-Prozesse):
Allgemein ist das Fach BMP sehr wirtschaftlich geprägt und neben der
Betriebswirtschaftslehre werden auch Inhalte aus der Volkswirtschaft behandelt. Wie der
Name schon für sich spricht, sind aber auch Vorgänge aus dem Büro Schwerpunkt des
Fachs.
Das heißt, man lernt z.B. in LF 5 wie man mit Kunden umgeht, Marketingmaßnahmen
durchführt und in LF 1 muss man schon im ersten Lehrjahr eine
Unternehmenspräsentation erstellen. Dabei bespricht man davor die wichtigsten
Eigenschaften von Unternehmen und wie man Unternehmen mit anderen vergleichen
kann (bspw. anhand der Unternehmensgröße oder der Rechtsform), um seinen
Ausbildungsbetrieb richtig vorstellen zu können.
Teilweise werden auch Inhalte, die man in Sozialkunde durchnimmt, in BMP vertieft, indem
man z.B. Ausbildungsverträge auf Fehler überprüft.

GuK (Geschäftsprozesse und Kommunikation):
In GuK erwirbt man, wenn man wie ich noch keine Berufserfahrung in Bestellverfahren
und Lagerung hat, sehr viel Wissen! Man fängt ganz am Anfang mit einer Anfrage an und
arbeitet sich dann in den vorgegebenen Situationen immer weiter vor.
Dabei lernt man verschiedene Verfahren, Methoden und Formeln kennen, um z.B. die
optimale Bestellmenge, den optimalen Bestellzeitpunkt oder den optimalen Lieferanten zu
finden ... Sehr viel Theorie, die sich nicht immer im Alltag einsetzen lässt und so diskutiert
man auch im Plenum, warum es denn nicht immer funktioniert, die optimale Bestellmenge
mithilfe der Andlersche Formel zu bestimmen.

EDV (Elektronische Datenverarbeitung):
Das Fach EDV eignet sich gut, um Inhalte aus den anderen Fächern praktisch zu üben,
denn in EDV lernt man, mit Word und Excel perfekt umzugehen. So muss man
beispielsweise eine Anfrage aus dem Fach GuK am PC formulieren.
Auch hier fängt man mit einfachen Textformatierungen in Word und den Grundformeln in
Excel an und arbeitet sich dann zu komplexeren Aufgaben und Formeln vor.

KSK (Kaufmännische Steuerung und Kontrolle):
Hier sind Mathekenntnisse von Vorteil! In KSK werden Themen wie Quittungen ausstellen
und Bilanzen erstellen besprochen, wobei Inhalte aus BMP aufgegriffen werden, um bspw.
Quittungen je nach Handlungsvollmacht richtig mit i.A. oder i.V. zu unterschreiben.

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