Previous Next
06.
December
2018
Crazy China

Mal abgesehen von den tausend Attraktionen und Sehenswürdigkeiten die man in Google über China findet. Ich habe genau diese auch vor meiner Reise durchgelesen. Was man aber wirklich sieht, schmeckt, riecht und hört wird doch niemals so bei einem Reiseführer aufgezeigt, oder ?

 

Meine kuriosesten Erlebnisse:

  • TISCHMANIEREN:
    Knigge würde explodieren. Gekochter Reis, Fleisch, Nudeln, Gemüse wird genüsslich mit den Händen verzehrt. Aussortierte Knochen und Speisereste werden nach dem Mahl sozusagen als Tischdekoration hinterlassen. Total normal, oder?
     
  • STRAßENVERHALTEN:
    Auf der Straße hört, sieht & riecht man sonderlich viel.
    Ob man je am gewünschten Ziel lebendig ankommt, ist bei dem Fahrverhalten der Chinesen nie sicher. Dann doch lieber zu Fuß? Nix da, rote Ampeln, Zebrastreifen und Straßenschilder sind doch total überflüssig.
     
  • MÄRKTE:
    Für all diejenigen, die mal was „außergewöhnliches“ sehen wollen: Ab auf die „Straßenmärkte“. Neben den leckeren exotischen & traditionellen Lebensmitteln tummeln sich „heimlich“ Froschschenkel, Meerschweinchen & noch lebendige Insekten. Weniger schön anzusehen, waren die Käfige mit lebenden Hühner, Katzen, Hasen, Meerschweinchen, Hunde und sogar Affen die zum Verzehr angeboten werden. Für uns Europäer kaum vorzustellen.

 
Meine schönsten Erlebnisse:
 

  • KULTUR:
    Kleine brüchige Häuser, farbenfrohe bunte Tempel, blumenübersähte grün bepflanzte Gärten, Skylines, Armut & Reichtum, Streetfood & Nobelrestaurants, Gebirge und Shoppingmeilen. Alles dabei. Es wird nicht eintönig. Wenn ich das mal mit Deutschland vergleiche, schaut es hier ziemlich trist aus. Trotz dem Smog, wirkt alles viel fröhlicher, farbenfroher, atemberaubender, aufregender. Super schön.
    Mein Highlight: die Tee Häuschen zwischen den Kirschblüten, Bonsai, Bambussen, Trauerweiden & Chrysanthemen. Dort wird traditionell & zeremoniell Tee getrunken. Teeschalen & Kanne mit heißem Wasser reinigen und vorwärmen. Teeblätter rein, heißes Wasser aufgießen. Sofort in die Schälchen; noch nicht trinken! Kanne ein zweites Mal füllen. Tee 10-30 Sekunden ziehen lassen. Dann endlich genießen. Das ist Kultur.
    Absolut beeindruckend war auch der „Bund“ in Shanghai. So nennt man den Blick auf den Shanghai Tower von der anderen Uferseite des Sees. Auch der Blick runter vom 128-ten Stockwerk des Shanghai Tower war wirklich atemberaubend.
     
  • NATUR:
    Von der Chinesischen Mauer mal abgesehen, gibt es noch einiges mehr zu sehen. Habt ihr mal von den Avatar-Mountains gehört? Diese schwebenden Gebirge aus dem Filmklassiker existieren nämlich wirklich. Die Anstrengung bis nach oben hat sich gelohnt: grün bewachsene Quarz-Sandstein-Gebirge reihen sich meilenweit hintereinander. Es scheint wirklich als hätten sie keinen Anfang, weil man über den weißen, bauschigen, Zuckerwatteähnlichen Wolken ist. Einfach mystisch.
    Ihr werdet sagen „Die spinnt doch, was erzählt die denn für ein Schmarrn“, aber es gibt ihn wirklich: Den größten sitzenden Buddha der Welt ! Ganze 71 Meter hoch und 28 Meter breit. Wenn man dem vor den Füßen sitzt fühlt man sich wirklich wie „Bubi“ von den sieben Zwergen.
     
  • KULINARISCHES:
    Entweder du liebst die chinesische Küche oder du hasst sie. Ich war absolut begeistert von Ihr. Würzig, super scharf, geschmackvoll, genau so würde ich die Gerichte beschreiben. Reis und Nudeln bis zum Umfallen. Vegetarier sind hier echt fehl am Platz. Problematisch wird’s dann bei der Bestellung: Englisch können die nämlich kaum. Also sei offen dafür, welches Tierchen heute auf deinem Teller landet. Besser: Denk nicht drüber nach! Leicht scharf, scharf, ungenießbar scharf. Das ist das Motto vom traditionellen Hotpot. Chinesische Pilze, Nudeln, Sprossen, Fleisch, Fisch &&& in extrem heißen Öl. Genauso schaut das „harmlose“ Gericht aus. Jeder würde denken: Hey, das ist ja wie unser Fondue zu Silvester. Da kann ich nur drüber lachen, denn es brennt wirklich mehr als einmal. Ein Stück Heimat bekam ich bei dem Anblick der Dumplings. Schauen aus wie schwäbische Maultaschen, schmecken aber deutlich besser. Ob gefüllt mit Suppe, Fleisch, Fisch, Gemüse oder in Süß, da ist für jeden Geschmack was dabei. Übrigens kommt man hier in München auch bei „LeDu“ auch mal auf den Geschmack der leckeren Teigteilchen.

FAZIT:
Bis heute bin ich immer noch begeistert von den atemberaubenden, farbenfrohen, geschmackvollen Eindrücken dort. Deswegen gebe ich mein deutliches Fazit: KULTUR! Entweder du magst es, oder findest es zu abgefahren. Um das Fazit geben zu können, musst du mal dort gewesen sein. Kann sein, dass dich dieses Land reizt, kann sein, dass es dich nicht interessiert. Ich bin als komplett reifere, selbstbewusstere und neugierige Sina wieder zurück gekommen.

14
haben das gesehen
2
finden das hilfreich
2
gefällt das