19.
February
2019
Mein bester Freund begleitet mich zur Arbeit

Im Bestseller „Mein bester Freund Bob“ von James Bowen werden Weisheiten von einem ehemaligen Streuner mit der Welt geteilt. Doch eignen sich die Tipps und Tricks auch für die Arbeit? Ich habe mir einige Beispiele rausgesucht.

 

Wir alle brauchen unseren Raum

Bob markiert sein Gebiet, indem er sich an den Möbeln reibt und manche sogar zerkratzt.

Bei Menschen wäre dies komisch, dennoch können auch wir unseren Platz markieren. Tisch und Stuhl müssen für uns passend eingestellt werden, damit wir unserem Körper keinen Schaden zufügen. Außerdem kann man seinen Tisch mit einem kleinen Tischkalender schmücken, seine eigene Tasse für Kaffee und Tee mitnehmen oder es sich anders gemütlicher machen.

 

Wir alle brauchen auch Unsicherheiten

Viele Katzen spielen gerne mit Kartons. So klettert auch Bob gerne auf Kartonberge, obwohl diese eine Gefahr darstellen. Doch es bereitet ihm Freude und am Ende ist ein herabstürzender Berg gar nicht so schlimm, wie gedacht.

In der Arbeit entwickeln wir mit der Zeit eine Routine. Das ist an sich nicht schlecht, doch manchmal sollten wir etwas Neues ausprobieren. Vielleicht mal einen anderen Eingang zum Büro wählen oder zu einer anderen Zeit Mittagspause machen?

 

Rings um uns geschehen die erstaunlichsten Dinge

Bob begeisterte viele Menschen auf der Straße durch seine Art. Durch die Begegnung mit ihm wurden die Menschen fröhlicher und irgendwie auch motivierter.

Manchmal fehlt uns im Leben etwas und wir suchen es im Weiten. Doch tatsächlich ist es neben uns. Ein neuer Kollege könnte einen motivieren, mehr Sport zu treiben. Ein anderer erzählt von seinem Urlaub und man hat sofort ein neues Urlaubsziel vor seinen Augen. Man weiß nie, welche Wirkung ein Mensch auf einen haben wird, also sollte man sich einfach darauf einlassen.

 

Wenn Du eine Gelegenheit siehst, ergreif‘ sie

Ein Opportunist wie Bob ergreift jede Gelegenheit, um ein Leckerchen anzunehmen, sich den Bauch streicheln zu lassen oder spazieren zu gehen.

In der Arbeit sollten wir auch unsere Chancen nutzen. Sei es ein Mittagessen mit einer Person, die man lange nicht mehr gesehen hat, eine neue Aufgabe, die man bewältigen muss oder die Möglichkeit, den Kollegen eine Frage zu stellen.

 

Halt Dich nicht an kleinen Dingen fest

Mit anderen Katzen oder Hunden streitet sich Bob selten. Wenn es doch einmal zu einer Konfrontation führt, denkt er danach nicht mehr daran.

Wenn man in der Arbeit von einer Person mal nicht begrüßt wird oder eine Antwort bekommt, die man sich nicht gewünscht hat, sollte man es nicht zu persönlich nehmen und nachtragend sein. Denn wer nachtragend ist, hat viel zu schleppen und könnte das Verhältnis noch weiter verschlechtern.

 

Erobere jeden Tag, denn jeder Tag hat etwas Gutes

Bob wacht jeden Tag auf, frühstückt und lässt den Tag auf sich zukommen. Er reflektiert nicht, was gestern war.

Wir sollten auch offen den Tag annehmen und nicht immer zurück schauen. Denn dann ist der neue Tag ein Start in einen guten Tag. Außerdem sollten wir das Positive schätzen, auch wenn es nur eine Kleinigkeit ist, wie eine nur leicht verspätete S-Bahn.

 

Lass kein Wasser in Dein Boot

Als Bob mit seinem Film erfolgreich wurde, war er auf verschiedensten Veranstaltungen mit sehr viel Publikum. Doch er ließ den ganzen Stress nicht an sich ran und fokussierte sich auf vertraute Dinge.

Wenn es einmal in der Abteilung hektisch wird, heißt es nicht direkt, dass wir es auch sein müssen, denn nicht jedes Problem ist auch unser Problem. Unser Boot kann weiterhin auf dem Wasser schwimmen, wenn wir kein Wasser hineinschütten, denn dadurch würde es sinken.

 

Hör auf Deinen Körper

Katzen strecken sich von Zeit zu Zeit ohne sichtbaren Grund. Sie merken, dass sie sich bewegen sollten und bewegen sich dann auch.

Wenn wir lange am Computer sitzen, meldet sich unser Körper auch. Dann sollten wir zwischenzeitlich im Stehen arbeiten, uns strecken oder einen kleinen Spaziergang zur Toilette oder zur Teeküche machen. Zudem sollten wir viel Wasser trinken, ab und an durchlüften, um genug Sauerstoff zu haben und auch mal aus dem Fenster in die Ferne schauen, damit sich unsere Augen vom Bildschirm ausruhen können.

 

Wir alle haben etwas zu geben

Eines Tages kam eine ältere Frau auf Bob und James zu und fragte, ob sie Bob streicheln dürfte. Sie wirkte melancholisch, doch das Streicheln beruhigte sie. Man könnte meinen, so eine Katze hat nichts zu geben, doch Bob hat viel Liebe in sich, die er weitergibt. Und diese Liebe ist mehr wert, als materielle Geschenke.

Vor allem wir Azubis haben anfangs das Gefühl, eine Belastung zu sein, da wir ja noch nichts wissen und nichts themenspezifisches können. Aber das stimmt nicht! Wir haben bereits uns bereits auf der Schule Wissen angeeignet, das nicht jeder hat. Wir haben Erfahrungen gesammelt, die wir weitergeben können. Und wir lernen stetig weiter, sodass wir eine Hilfe, eine Bereicherung und keine Belastung sind.

 

Es gibt noch viele weitere Dinge, die wir von Bob lernen können...

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