Previous Next
26.
February
2020
Sli amach – nächste Ausfahrt: Kilkenny

Zwei Wochen voller neuer Erfahrungen, inmitten einer unendlich grünen Landschaft.

Ich durfte für zwei Wochen ein Auslandspraktikum in Irland machen.
Da habe ich zusammen mit zwei anderen deutschen Mädchen in einer Gastfamilie gelebt. Neben uns drei Schülern, hat meine Gastfamilie noch fünf Kinder. Das sehr große Haus war also immer sehr voll und lebendig.
In unserer Freizeit haben wir Deutschen meist mit der jüngsten Tochter verschiedene Spiele gespielt. Gegen Ende eines jeden Spiels wurde immer mehr geschummelt, um doch noch zu gewinnen – natürlich verliert man als Ältere absichtlich mal. ;)

Man kann sich zwar denken, dass es im Norden und v.a. im November kalt sein wird, aber von der Kälte in Irland war ich echt überrascht! Alle Leute sprechen immer über das Wetter, wie kalt, nass und schrecklich es ist. Aber genau so war es auch. Zwar hatten wir das Glück, dass es nicht jeden Tag geregnet hat – ohne ein Feuer in Deiner Nähe hast Du es aber nicht ausgehalten. Teils hat man sogar in einem geschlossenen Zimmer seinen Atem sehen können.


Knockdrinna Farm Shop & Artisan Cafe

Mein Gastbetrieb war ein kleines Café, in dem es sowohl Frühstück, Mittagessen als auch Kaffee &
Kuchen gibt. Da dort nur vier Mitarbeiter arbeiten, wurde ich schnell in den Betriebsalltag eingesetzt. Das waren nicht immer schöne Aufgaben, denn im Laufe des Tages entstand viel Geschirr, das gespült werden musste und der Laden musste stets sauber und ansprechend für die Kunden aussehen.

Im Café wurden auch selbstgemachte Produkte wie Aufstrich oder Marmelade verkauft.
Nach der Herstellung solcher Produkte habe ich die Einmachgläser gewaschen und dann mit den Produkten befüllt. Zum Schluss kam ein Label mit dem Namen und den Inhaltsstoffen drauf und auch ein Preisschild musste erstellt werden. In meinem Gastbetrieb wurde das ganz einfach von Hand auf ein Etikett geschrieben und draufgeklebt.


Die ganzen Verwaltungsaufgaben, zu denen auch noch z.B. das Auffüllen und Nachbestellen von
Vorräten gehört, braucht man keine besondere Vorkenntnisse. Doch umso hilfreicher waren die Excel-Schulungen von FTI, als ich zwei Tabellen für das Café erstellen sollte, damit sie nicht immer wieder handschriftlich Listen schreiben müssen, sondern z.B. nur die benötigte Menge auf die Einkaufsliste ergänzen können. Dies war schnell erledigt und so konnte ich dem Team wieder bei den Kernaufgaben helfen.

 

Ausflüge am Wochenende – Welche kann ich weiterempfehlen?


Neben der ganzen Arbeit hatten wir auch eine Menge Spaß. Mittwochs hatten wir jeweils einen Social Evening, bei dem wir uns im Pub getroffen haben und an einem Abend sogar Bodhran spielen lernen durften! Zudem hatten wir verschiedene Ausflüge an den Wochenenden.


Angefangen haben wir mit einer Cycling tour durch Kilkenny. Ich habe noch nie eine geführte Tour
auf dem Fahrrad davor gemacht - werde es aber definitiv nochmal machen. Wir sind in
Kleingruppen von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit gefahren und an der Sehenswürdigkeit selbst hat unser Guide uns die Geschichte der Stadt näher gebracht. So waren die großen Überpunkte: äußere Sicherheit, innere Sicherheit und Kultur. Durch das Berücksichtigen dieser Punkte entstand die Stadt, die immer noch wie vor vielen Jahren zuvor steht.


Am Strand von Tramore kann man ganz vergessen, dass man in Irland ist. Man kann stundenlang am Strand entlang gehen, bis man zur Flusszunge kommt. Wir hatten damals so viel Glück mit dem Wetter, dass man sogar seine Wintersachen ausziehen musste, weil einem durch die Sonne so warm geworden ist.


Generell sind die Küsten in Irland absolut sehenswert. Das viele Grün von den Hügel und die steilen Klippen wirken so atemberaubend und doch beruhigend. Man kann an vielen Stellen an den Hängen entlang spazieren oder sie sogar mit dem Auto abfahren. An manchen Orten hat man die Chance, Robben oder Wale zu sehen!


Wenn man in Dublin ist, sollte man auf jeden Fall ins Guinness Store House gehen - auch wenn einem das Bier nicht so gut schmeckt. Es ist sehr modern gestaltet und viele Orte bieten die Möglichkeit, schöne Erinnerungsfotos machen zu können. Du solltest zudem darauf achten, dass Du bei einer Show anwesend bist. Ich war sehr überrascht, als die jungen Kellner, die vorher ein Glas Guinness zum Probieren gebracht haben, plötzlich auf der Bühne einen Stepptanz aufgeführt haben! Auf der obersten Etage hat man zum Schluss der Besichtigung einen Panoramablick über Dublin, den man mit seinem inkludierten Getränk genießen kann.

Man sollte in Dublin auch einfach mal durch die Innenstadt gehen - die Tempel Bar ist dabei zwar die bekannteste, nicht aber die besonderste Sehenswürdigkeit.

Irland ist auf jeden Fall eine Reise wert – und zwar im Sommer, sonst friert man.

180
haben das gesehen
122
finden das hilfreich
120
gefällt das