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28.
June
2019
Städtetrip Oslo

Oslo – så hyggelig!

Hygge (Adjektiv: hyggelig) ist zur Zeit v.a. bei der Wohnungseinrichtung sehr im Trend. Dabei steht das skandinavische Wort für Gemütlichkeit und Geborgenheit – Eigenschaften, die definitiv auf Oslo zutreffen!

Ich habe mir in den Osterferien einen großen Traum erfüllt: eine Reise nach Norwegen. Dieses Mal ging es nach Oslo, da man die Hauptstadt am leichtesten (und auch ziemlich günstig!) per Flugzeug erreichen kann und mich ihre Vielfalt besonders gereizt hat. Im Folgenden findet ihr mögliche Aktivitäten und Empfehlungen für eure Städtereise nach Oslo.

Wenn ihr mit dem Flugzeug nach Oslo fliegt und euer Hotel sich in der Innenstadt befindet, bietet sich der Flytoget sehr an, denn die Tickets bis zum Hauptbahnhof sind billiger als die der „S-Bahnen“ (Verkehrsunternehmen VY, früher NSB). Dafür müsst ihr euch beim Ausgang des Flughafens rechts halten und bei den roten Automaten ein Ticket kaufen. Dieses könnt ihr per Kreditkarte oder auch mit Bargeld bezahlen.

Apropos Geld: Norwegen hat die Norwegische Krone als Währung, dessen Kurs um 9-10 Kronen für 1 Euro schwankt. In den skandinavischen Ländern sind Debit- und Kreditkarten sehr verbreitet, weshalb es sich anbietet, lediglich seine Kreditkarte mitzunehmen, anstatt sich Bargeld wechseln zu lassen. (Vor allem wenn die Kreditkartengebühren für die Auslandszahlung und den Währungswechsel gering sind!)

Aus dem Hauptbahnhof herausgekommen, konnten wir schon unser Hotel sehen, welches ich unglaublich toll fand. Das Clarion Hotel The Hub wurde erst dieses Jahr fertig renoviert und erstrahlt so mit einem sehr modernen Aussehen. Die Zimmer sind gut ausgestattet (TV, Kaffeemaschine, Tisch, Schrank, Bügelbrett und Bügeleisen, Pflegeprodukte von Rituals, Fußbodenheizung, …) und das Frühstück lässt keine Wünsche offen, denn dort gibt es Tee, Kaffee, Säfte, Müsli, Eier in den verschiedensten Formen zubereitet, Speck, Brot, Wurst, Käse, kleine

Croissants und kleine Macarons. Sogar Brunost, einen typisch norwegischen Käse, der nach Karamell schmeckt, konnte ich dort zum ersten Mal probieren.

Wie in vielen anderen Städten, gibt es auch in Oslo einen sogenannten Oslo Pass, mit dem man Vergünstigungen in Restaurants und freien Eintritt in Museen erhält, sowie kostenlos den Nahverkehr (in den Zonen 1 und 2) nutzen kann. Davon gibt es 3 Kategorien: 24, 48 und 72 Stunden. Da man in Oslo vieles fußläufig erreichen kann und auch einige Sehenswürdigkeiten kostenlos sind, sollte man sich die Zeiteinteilung gut durchdenken. Den Oslo Pass kann man entweder per App nutzen oder man kauft ihn in der Touristeninformation, die sich links vom Hauptbahnhof befindet. Mit dem Oslo Pass darf man auch die Fähren auf den Linien B1, B2, B3, B4 und die Richtung Bygdøy benutzen. Somit bietet sich Inselhopping sehr gut an, denn die kleinen Inseln im Oslofjord haben einen ganz besonderen Charme mit ihren kleinen bunten Häusern.

Wer noch mehr bunte Häuser sehen möchte, sollte die Straße namens Damstredet entlang gehen. Nicht viel weiter findet man das Kaffeehaus von Tim Wendelboe. Welche Kaffeespezialität sich hinter dem jeweiligen Namen befindet, ist schwer zu erahnen, sodass ich sehr überrascht war, als mein Eiskaffee in einem Cocktailglas serviert wurde. Obwohl ich eigentlich kein Kaffeetrinker bin, war ich vom Café sehr begeistert! V.a. der Filterkaffee hat mich fasziniert, da er so fruchtig und nicht so herb wie üblicher Kaffee geschmeckt hat.

Coole Getränke werden auch in der Magic Ice Bar serviert. Die Icebar ist ein gekühlter Raum mit Eisskulpturen, wie z.B. eine Nachahmung des berühmten Bildes „Der Schrei“ von Edvard Munch. Zu einem Eintrittspreis von 195 NOK (ca. 20 Euro) bzw. mit dem Oslo Pass oder Schülerausweis vergünstigten Preis von ca. 15 Euro bekommt man einen Poncho und Handschuhe, da es nach einiger Zeit wirklich sehr kalt darin ist, sowie ein Freigetränk.

Das Originalgemälde von Munch kann man auch im Munch Museum anschauen. Mit dem Oslo Pass hat man einen kostenlosen Eintritt und kann sich anschließend stylische Touri-Souvenirs kaufen.

Besonders interessant fand ich das Norsk Folkemuseum, ein Freilichtmuseum, das sich mit der norwegischen Geschichte und Kultur befasst. In kleinen Häusern werden verschiedene Themen zur Frage „Wie haben die Menschen früher gelebt und was hat sich verändert?“ behandelt. So sieht man u.a. Wohnungsbeispiele, eine Bank, einen Supermarkt, eine Tankstelle und einen Bauernhof.

Zweimal am Tag wurden zudem traditionell-norwegische Tänze von einer Kinder- und Jugendgruppe vorgeführt. Diese haben die traditionelle norwegische Tracht namens Bunad getragen.

Ein Highlight hier ist die Stabkirche aus dem 13. Jahrhundert, die um 1880 auf Wunsch des Königs Oscar II erneuert wurde.

In Oslo gibt es auch einige Attraktionen, die für jeden kostenlos sind:

Man kann auf das Dach des Opernhauses gehen (oder mit einem E-Roller, die es an jeder Ecke gibt hochfahren), durch den botanischen Garten oder auf dem Gelände des Königsschlosses spazieren oder sich die Skulpturen im Vigelandspark, der an den Frognerpark angrenzt, anschauen.

Die Architektur des Opernhauses ist sehr modern und man hat von dort einen schönen Ausblick auf den Oslofjord. Diese Architektur findet man im Stadtteil Aker Brygge wieder, wo sich auch die Hafenpromenade mit hochklassigen Restaurants aber auch Imbissbuden (z.B. mit leckeren Churros) befindet.

Was mich immer wieder überrascht hat, wie ruhig und leer es in der Stadt war, wenn nicht gerade ein Stadtlauf stattfand. In Oslo leben ca. halb so viele Menschen wie in München, was man v.a. während der Arbeitszeiten merkt. Wer also einen ruhigen Urlaub sucht, aber auch was sehen möchte, ist in Oslo genau richtig!

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