29.
April
2019
Workshop Work-Life-Balance: Fit im Berufsleben by Merlin Witt

Viele von uns Azubis haben mit dieser Ausbildung einen komplett neuen Lebensabschnitt gestartet. Die meisten waren zuvor in der Schule und haben deswegen keine Berufserfahrung. Umso wichtiger für diese, mal ein wenig über Work-Life-Balance zu erfahren.

Ich selbst hatte zuvor schon ein paar Jahre in Festanstellung gearbeitet, daher war ich anfangs ein wenig unsicher, ob mir der Workshop "Fit im Berufsleben" von Merlin Witt bei FTI überhaupt etwas bringen sollte. Meinerseits sicher, dass ich mein Berufsleben soweit eigentlich ziemlich im Griff habe, war ich wirklich überrascht, was ich mitnehmen konnte. Denn abgesehen von einem guten Schlaf, Freizeitaktivitäten neben der Arbeit und das Pflegen von Kontakten trotz dem Arbeitstrott gibt es noch einige mehr Punkte, auf die man mal schauen sollte.

Work-Life-Balance, was ist das überhaupt? Für jeden bedeutet dies etwas anderes. Die einen brauchen mehr Freizeit, die anderen arbeiten lieber und fühlen sich dadurch erfüllt und zufrieden. Daher spricht man auch davon, dass jedes Individuum eine andere Belastungsgrenze besitzt, spürt und total verschieden damit umgeht. Allgemein ist klar: die Beanspruchung einer gleichbleibenden Belastung kann über einen bestimmten Zeitraum hinweg größer aber auch kleiner werden, d.h. für manche verblasst eine gewisse Belastung nach einer Weile, da sie sozusagen zum „Alltag“ wird. Für andere steigt die Belastung stetig an und der Berg wird immer größer. Das Risiko bei zweiterem sind seelische Belastung bis hin zu Depression oder Burn Out. Meiner Meinung nach Punkte, die man wirklich ernst nehmen sollte. Uns wurde erklärt, dass diese Risiken oft schleichend kommen und die Betroffenen/Angehörigen oft zu spät erkennen. Auch Berufseinsteiger können Betroffen sein, was nicht weniger schlimm ist. Aus so einem Alltagstrott wieder raus zu kommen kann wirklich sehr anstrengend und mühselig sein. Umso wichtiger, einmal kurz in sich zu gehen und zu spüren, wie belastet man gerade ist und wie viel im Moment noch „geht“.

Erholungsphasen sind das A & O. Aber Achtung: die Erholung nicht aufs Wochenende oder den nächsten Urlaub verschieben. Meistens ist es doch dann so, dass man sich so viel aufgestaut hat, damit ein Wochenende oder eine Woche Urlaub gar nicht mehr ausreichen um sich wirklich zu erholen. Auch in der Arbeit sollte man Kurzpausen über den Tag verteilen. Am besten in der Kombi mit Bewegung und frischer Luft. Kleine Achtsamkeitsübungen (z.B. Meditation, Yoga, Progressive Muskelentspannung, bewusste Atemübungen, u.v.m.) können einem helfen, den Fokus wieder auf sich selbst zu richten, falls man mal vor lauter Stress sogar neben sich steht.

Allgemein wurde uns nahe gelegt, verschiedene Achtsamkeitsübungen auszuprobieren. Diese können hilfreich sein, besser zu entspannen und um seinen Arbeitsalltag hinter sich zu lassen. Wichtig dabei ist aber vor allem, sich nicht zu stressen und sich kleine Ziele zu setzten (z.B. Ich nehme mir vor, mindestens einmal wöchentlich eine 10 minütige Meditation durchzuführen). Einfach mal ab und zu Augen zu und durchzuatmen, hilft auch. Kurz frische Luft schnappen soweit dies möglich ist, oder sich ein wenig dehnen. Da ist jedem seine Kreativität freien Lauf gesetzt. Und übrigens: auf Youtube gibt’s wirklich viele tolle Entspannungsvideos und Methoden, die man sich mal anschauen und eventuell in seine Daily-Routine mit aufnehmen kann :-)

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