18.
December
2018
Zwischen Netzstrumpfhosen und Hosenanzügen

Der Grat zwischen „Must Have“ und „No-Go“ ist schmal. Manchmal liegt er im Millimeterbereich. Abwägen und eine gesunde Selbsteinschätzung ist hier die Devise. Weniger ist Mehr.

Jeder kennt es: Du stehst abends stundenlang vor deinem überfüllten Kleiderschrank und weißt nicht was du morgen zur Arbeit anziehen sollst. Lieber Rock als Jeans? Doch mal was wagen und das neue Crop-Top mit einem schicken Blazer? Es erweist sich gerade bei FTI so schwierig, da wir keinen strengen Dresscode haben. Natürlich möchte sich jeder so zeigen wie er sich wohlfühlt. Manchmal lohnt sich dann doch ein zweiter Blick in den Spiegel. Bei der ein oder anderen Outfitwahl denke ich mir leider: Ohje, Guido Maria Kretschmer würde bei diesem Outfit seine Kult Sendung „Shopping-Queen“ sofort absetzten. Damit dies nicht passiert, habe ich einige Kolleginnen und Kollegen befragt, was Sie zum Thema Outfitwahl in der Arbeit sagen. Hier das Fazit:
 

NO-GO:

Gerade wenn man hauptsächlich mit Frauen zusammenarbeitet, sollte man nicht vergessen, dass es auch die Männer an der Front gibt. Daher sind Hot-Pants, extrem kurze Röcke & Kleider; zu tiefer Ausschnitt und Netzartige- bzw. durchblickende Strumpfhosen meiner Meinung nach eher fehl am Platz. Es ist natürlich nie unumgänglich, dass man nach der Arbeit direkt ein Date oder Treffen mit Freunden hat, doch da sollte man sich Gedanken drüber machen, ob man die 2 Minuten zum Umziehen nicht doch lieber in Kauf nimmt.

Auch wenn es im Moment wahnsinnig In ist, sich sportlich zu kleiden (Leggings, lockere Hosen..) ist es absolut wichtig, dies trotz allem etwas schicker/legerer zu gestalten. Natürlich ist das super bequem, gerade wenn man den ganzen Tag vor dem PC sitzt, aber wir sind dann doch nicht im Fitness-Studio.

Da ich eher die „Natürliche“ bin, mich sehr wenig bis gar nicht schminke, finde ich es auch ein wenig unangebracht, wenn man sich den Eye-Liner & Highlighter bis zu den Ohren zieht. Es soll sich jeder wohl fühlen, keine Frage, aber welche Steigerung gibt es dann noch zu einem lustigen Abend mit Freunden in einer Bar?

Da wären wir auch schon bei dem nächsten Thema: Schuhe. Viele mögen es, viele hassen es. Manche bewundern es, manche verzweifeln daran. Die Rede ist von hohen Absätzen. Wenn man darin laufen kann und sich darin wohl fühlt, kein Problem. Wenn nicht, kann es schnell mal peinlich werden. Andererseits finde ich, sollte jeder auf die angemessene Höhe achten, sonst wird es doch zu viel.

Was es zum Thema Schuhe noch zu sagen gibt: UGG Boots, FlipFlops und manche Sandalen sind auch eher was für die Freizeit.

Bei Trägerlosen bzw. Schulterfreien Oberteilen sollte jeder eine gesunde Selbstwahrnehmung haben, ob dieses Kleidungsstück für einen selbst vorteilhaft ist. Es kommt ja auch immer darauf an, wie das Oberteil geschnitten ist.

 

MUST-HAVE:

Ich finde es total spannend, wie unterschiedlich die Meinungen zu der richtigen Kleidungswahl in der Arbeit bei meiner Umfrage ausgefallen sind. Bei den „No-Goes“ waren die Meinungen ziemlich ähnlich, aber bei der Frage nach dem „Must-Have“ gingen die Gemüter auseinander. Viele meiner Kolleginnen gaben an, dass Sie sich eher legerer und konservativer in der Arbeit zeigen, als in der Freizeit.

Ich trage zur Zeit unglaublich gerne die sogenannten „Culotte“. Diese weiteren, lockeren, aber trotzdem extrem schicken Hosen sind nicht nur unglaublich bequem, sondern lassen sich auch noch super mit diversen Schuhen, Oberteilen, Pullovern kombinieren. Ob man es eher legerer möchte mit einem Basic T-Shirt, oder doch lieber die schickere Variante mit Bluse und Absatzschuhen. Zu dieser Hose kann man fast alles tragen. Übrigens: mal dran gedacht dass solche Hosen auch das „After-Kairaba-Mittagsbäuchen“ super kaschieren J

Ansonsten gehört eine schlichte schwarze Hose und eine gut sitzende Jeans in jeden Kleiderschrank. Ich kombiniere sie gerne mit einem schönen Oberteil oder einer edlen Bluse. Ich liebe jegliche Oberteile, die ein wenig Rüsch, Saum, Spitze, Blumenmuster besitzen und verspielt sind, aber das ist ja jedem sein Geschmack. Angenehm finde ich, dass man solche Teile zu vielen Anlässen tragen kann und eigentlich selten daneben liegt.

Sollte man mal einen wichtigen Termin haben -sei es mit der Geschäftsleitung oder mit Dienstleistern von außerhalb- finde ich es auch mal passend zu einem Hosenanzug oder Blazer mit Bleistiftrock zu greifen.

Unglaublich gut gefallen mir derzeit auch die Maxiröcke und Kleider. Sie sind schick, schön warm, man kann sorglos eine Strumpfhose drunter ziehen und sehen einfach immer toll aus.

 

MEIN FAZIT:
Keiner sollte sich verstellen, jeder muss sich in seinem Outfit und in seiner Haut wohl fühlen, gerade in der Arbeit! Wir verbringen so viel Zeit im Büro und vor allem müssen wir uns dort wahrscheinlich oftmals von unserer besten Seite zeigen. Deswegen ist es dort umso wichtiger sich so rüber zu bringen, wie man wirklich ist. Ich bin mir sicher, dass die meisten genug gesunde Selbsteinschätzung haben, um einschätzen zu können, ob das was ich gerade trage wirklich passend ist.

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